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Fußball 1988: Geschke regiert mit harter Hand

Er hatte nicht nur Freunde und machte es sich und seinen Mitmenschen oft schwer: Günter Geschke, seit 1983 Trainer der l. Mannschaft, stand (vorläufig) vor seinem letzten Jahr. Aber es war kein "Abschuß", sondern der Beruf, der den "harten Hund" zur Aufgabe seiner Arbeit beim TuS zwang. Wo Günter Geschke war, war Feuer. Knüppelhart beim Training, laut am Spielfeldrand, aber auch immer dabei, wenn gefeiert wurde. Diese gute Atmosphäre hat sicher dazu beigetragen, daß die Leistungen der l. Mannschaft immer besser wurden. Was man allerdings von der 2. Mannschaft, mit der Ersten in der Trainingsgemeinschaft (TG) nicht sagen konnte. Sie spielte in der 2. Kreisklasse und belegte einen hinteren Platz. "Das bemerkenswerte an der TG ist jedoch, daß sie in finanzieller Hinsicht völlig selbständig arbeitet,"schreibt Sven Brettschneider im TuS-Jahresheft 1988. "Schon vor einigen Jahren wurden Werbepartner aus Fleestedt und Umgebung gewonnen. Daraufhin wurde eine Stadionzeitung ins Leben gerufen. Außerdem gab es Werbeplakate und Ankündigungen der jeweiligen Heimspiele. Die daraus erzielten Einnahmen dienten zur Abdeckung der Kosten der TG, wie Fahrgeld (bis zu 250 km) zu den Auswärtsspielen, Schiedsrichter und Wäschegeld, Abteilungsinterna. Zusätzlich zahlt jeder Spieler zwischen 70 und 120 DM in die Mannschaftskasse. Auch die Eintrittsgelder fließen der TG zu, wobei meistens jedoch noch nicht einmal die kosten eines Spiels gedeckt werden konnten." Neben den drei Herrenmannschaften (1., 2. und 3. Herren) hat der TuS in dieser Saison auch eine Altherren-Truppe sowie zusammen mit Hittfeld ein Senioren-Team. Jugend-Obmann Peter Schönefeld meldet jeweils eine D-, E- und F-Jugend. Aber auch B- und C-Jugendliche hat der TuS, sie sind mit Hittfeld in der Spielgemeinschaft. Trainer und Betreuer, zusammen mir Rolf Heitmann, bei der F-Jugend ist Wolfgang Röhl. Ingrid Mecklenburg, die uns so früh verlassen sollte, bestand als einzige Frau unter 17 Teilnehmern die Prüfung zur Jugendbetreuerin. Nach dem Lehrgang (und prächtiger Feier mit dem so stolzen Ehemann und TuS-Förderer Gerd) sagte sie mir: "Bei der Theorie habe ich keine Schwierigkeiten gehabt und eine ganze Menge mitgenommen. Bei der Ballarbeit in der Halle dann allerdings..."
Von einem Fest, das am 1. Mai 1988 am Straßenrand gefeiert wurde, schwärmen noch heute alle, die damals dabei waren. Die "Erste hatte in Schneverdingen nicht nur ein Superspiel gezeigt, sondern auch gegen den späteren Aufsteiger 3:0 gewonnen. Auf einem Parkplatz wurde die Heimfahrt unterbrochen. Hans von Elling, dem TuS seit Jahren verbunden und als Gastwirt ein Mann vom Fach, lud Spieler, Betreuer und Schlachtenbummler zu einem Picknick im Grünen ein. Zwei Stunden wurde gefeiert, die Fortsetzung gab es dann in Fleestedt.
Noch ein Wort zu Günter Geschke. 2003, als der Absturz des Fußballs in Fleestedt bedrohliche Züge angenommen hatte, wurde der Ruf nach einem Retter laut. Die Situation: Die drei Herrenmannschaften untereinander zerstritten, Hilfe von Alt-Herrenspielern gab es kaum, beim Training drehten ein paar Unentwegte ihre Kreise. Günter Geschke ließ sich im wahrsten Sinne des Wortes breitschlagen (gegen den Protest seiner Frau Cordi) noch einmal zuzupacken. Aber das, was der Rentner Günter Geschke von sich selbst verlangte, kam bei den Spielern nicht an. Einige von den Jungs stellten sich stur, Günter ließ sich nicht verbiegen. Diejenigen, die Günter Geschke noch einmal ins Boot geholt hatten (auch ich zähle mich dazu), hatten eine falsche Entscheidung getroffen. Die Konsequenz war klar: Bei einer Besprechung im Klubhaus, wo noch einmal der Versuch gemacht wurde zu kitten, was nicht mehr zu kitten war, nahm Günter Geschke seine Sachen und verlies den Raum. Die, die ihn als Retter haben wollten, waren beschämt. Sie hatten einen guten Mann sehr weh getan, wo... (hier bricht der Bericht in der Chronik leider ab)


Ein Glücksfall für den TuS

Wenn Kuddl verteilt, dann fallen Namen wie "Korle" und "Lebba" Maaß, Heidsche, Acker David und von den Gebrüdern Kreuziger ist die Rede, von Ewald und Alli. Denn Kuddl Schwarzat, seit Jahrzehnten Bestandteil des TuS Fleestedt, hat im hinteren Winkel seines Herzens immer noch die Erinnerung an Wilstorf und Rönneburg bewahrt: An die Steinschlucht, ein Platz zwischen Rönneburg und Meckelfeld, von allen Vereinen gefürchtet, von der Wilstorfer Höh, wo er von Kindesbeinen an dem runden Leder nachjagte. 1964 machte der ehemalige Torwart der l. Herren sein letztes Spiel bei den Alten Herren. "Eigentlich hätte ich aber schon viel früher aufhören müssen, denn beim Polterabend von Ewald Kreuziger hatte ich einen schweren Unfall. Ich wollte zuhause durch ein Fenster einsteigen, aber die Leiter war morsch, ich krachte aufs Kreuz und hatte meine erste Rücken Verletzung." 1958 hatte Kuddl seine Liesel geheiratet, 1959 kam Ralf zur Welt, ein Jahr später zog die Familie Schwarzat nach Fleestedt, 1961 kam Angelika. Angelika wäre wahrscheinlich auch Fußballerin geworden - hätte es in Fleestedt eine Mannschaft gegeben. So ging sie zum Tischtennis. Vereinsmeister 1975 und 1976 ist ja was. Und daß sie mit Ehemann beim TuS eine Dauerkarte besitzt, versteht sich von selbst! "Schwarzat, Ralf, Winsener Landstraße 23, geb. am 26.3.1959, eingetreten am 1.9.1968, F (für Fußball)", steht im Mitgliederverzeichnis des TuS, das Gerhard Rust mit der für einen preußischen Beamten selbstverständlichen Gründlichkeit geführt hat. Als Torwart begann Ralf in der D-Jugend, stand auch noch bei der C im Tor und war stolz wie ein kleiner König, als er nach einem 7-Meter-Schießen in der Halle als bester Torwart des Turnieres ausgezeichnet wurde. Heinz Stemmer war der erste Trainer des inzwischen zu einem zuverlässigen Abwehrspieler herangewachsenen Ralf Schwarzat, der mit der B-Jugend in Wintermoor 1974 seinen ersten Pokal gewann. Später war es Vater Kuddl, der bei der C-Jugend als Trainer und Betreuer das Zepter schwang.

Bis in den Herrenbereich begleitete der Vater seinen Ältesten als Trainer. Dreimal konnte Ralf den Aufstieg feiern, allerdings blieb es auch ihm nicht erspart, mit der Mannschaft in eine tiefere Klasse zu rutschen. Und so gab es die schwere Stunde, als die Mannschaft von Trainer K.-H. Slottke in Over antreten mußte. Ausgerechnet Heiko Nowek, nervenstark und immer die Zuverlässigkeit in Person, verschoß einen Strafstoß. Abstieg! Ein Jahr später: Der TuS kämpft um den Aufstieg, doch das wichtige, entscheidende Tor will nicht fallen auf dem Sportplatz am Höpen. Letzte Minute: Ralf greift sich den Ball zu einem Einwurf, holt mit aller Kraft aus, das Leder landet genau auf dem Kopf von Clifford Kortylak und der macht das Tor! Der Aufstieg war geschafft, nicht zuletzt dank des zuverlässigen Abwehrspielers Ralf Schwarzat. Ralf war der Zuverlässige. Der nächste Schwarzat der - von der F-Jugend an - beim TuS in Erscheinung trat, war Bernd, auf dem Spielfeld ein "Schlitzohr", wie nicht nur sein Vater sagt. Mittelstürmer schon in der Jugend, das war der Platz den Bernd sich erarbeiten mußte. Wolfgang Röhl - dessen Verdienste um den Fußball im TuS nicht hoch genug eingeschätzt werden können - war es auch, der Kontakte nach Bremen hatte, und eine Einladung zu einem Turnier nach Hemelingen bekam. "Wo liegt Fleestedt?" wurden Bernd und seine Mitspieler geflachst. Vermutete man das Dorf am Rande Hamburgs irgendwo im Hinterwald?
Nach den Spielen hatten sich die Fleestedter Respekt verschafft, hatten auch gegen Werders B- und A-Jugend bestanden. Kein Wunder, daß Bernd, den in einem Spiel auch schon mal fünf Tore gelangen, schnell in die Kreisauswahl berufen wurde und sich auch dort durchsetzen konnte.

Geprägt hat die Spielgemeinschaft Fleestedt/Hittfeld den zweiten Schwarzat-Sohn. Zusammen mit Marinus Bester, der sich als Profi bei Werder Bremen versuchte, für die Bundesliga-Mannschaft des HSV Tore schoss und jetzt bei den Rothosen als Pressesprecher arbeitet, spielte Bernd in der Bezirksoberliga. Mannschaften aus Oldenburg und Göttingen, Hildesheim, Meppen und Wolfsburg waren die Gegner und die SG Fleestedt/Hittfeld war durchaus nicht nur Kanonenfutter.

Nahtlos wuchs Bernd in Fleestedts "Erste" hinein, hatte sich schnell einen Stammplatz erobert und gehört auch noch im 50. Jahr des organisierten Fußballs in Fleestedt zu den Leistungsträgern. Dabei schien seine Karriere 1995 ein abruptes Ende zu nehmen, ja, es bestand große Sorge, ob Bernd jemals wieder Sport treiben könne. Bei einem Kurzurlaub in Spanien, wo er einen Freund verheiraten half, erwischte es ihn an der Bandscheibe. Noch in Spanien wollte man ihn operieren, Bernd gab keine Genehmigung, wurde nach Hause geflogen (mit ungeheuren Kosten und großem Aufwand verbunden), kam hier ins Krankenhaus, in die Reha-Klinik und hat es geschafft. Auch ohne Bandscheibenoperation kann er wieder Fußball spielen und spielt gut und schlitzohrig - wie es seine Art ist - sicher noch einige Jahre. Das größte Talent der Schwarzat-Familie aber ist der jüngste Sohn, Jens. Bei Trainer Yogi Külper hat "der Lange" - wie er heute genannt wird -begonnen, kam selbstverständlich auch als einer der Leistungsträger in die Spielgemeinschaft mit Hittfeld und setzte sich auch dort durch. Sicher hat Jens auch davon profitiert, daß das Management seiner Mannschaften meistens stimmte. So, als man in Fleestedt statt Weihnachtsfeiern interessante Gegner einlud. "Wir haben dann unter Flutlicht gegen Mannschaften wie Viktoria Harburg, Rönneburg, Bramfeld und Norderstedt gespielt," erinnert sich Kuddl Schwarzat. "Kuhh" Kuhlmann, der bei der Metro beschäftigt war, hat dann Süßigkeiten organisiert und jeder Spieler, auch jeder des Gegners, bekam dann am Spieltag eine Tüte.

Hans Wieczek war Trainer der C-Jugend-Spielgemeinschaft Fleestedt/Hittfeld, ein sehr guter Schiedsrichter, der nie einen Pfennig Geld nahm, wenn er pfiff. Sein Schiedsrichtergeld floß jedes Mal in die Jugendkasse. Jens war der jüngste Schwarzat-Sohn, der sein Karriere beim TuS startete. In allen Jugend-Altersklassen wurde er in die Auswahlmannschaften berufen. Seine Stärken Er schießt beidfüssig und hart, ist schnell, ballsicher und kann ein Spiel "lesen". Schon früh wurden andere Vereine auf das Talent aufmerksam, boten Scheine auf und auch unter der Hand. Aber Jens. der sich mit Sicherheit b grroßen Vereinen durchgesetzt hätte, fühlte sich in der Fleestedter Umgebung viel zu wohl, um an einen Wechsel zu denken. Schließlich wäre die Fleestedter Jungs zu der Zeit auch berühm wegen ihrer tollen Stimmung vor allem in der dritten Halbzeit. So gab es den fast einzigartigen Fall, daß drei Brüder sechs Jahre lang zusamrm in der "Ersten" spielten, den Aufstieg in die Landesliga erkämpften und zusammen "Mannschaft des Jahres" wurden Ralf war der erste der drei Brüder, der sich von der 1. Mannschaft verabschiedete - nicht ganz freiwillig. Er zog sich einen Anriß der Achillessehne zu und mußte die Stiefel für lange Zeit an den Nagel hängen. Aber auch das war einige Zeit später schon Makulatur. Nicht nur. weil Ralf gerne Fußball spielte, er wurde auch gebraucht: Bei den Alten wurde der stämmige Abwehrspieler zu einer festen Größe. Und nich nur dort. Denn da gab es noch den Ralf-Sohn Lukas. Er konnte kaum richtig laufen, da woll er schon mit Opa Kuddl zum Sportplatz und gegen den Ball treten. Lukas spielt jetzt in der D-Jugend und nahm mit seiner Mannschaft an der Kreismeisterschaft teil. Daß Ralf als Betreuer und Trainer dabei ist. versteht sich von selbst.
Inzwischen älter geworden, fanden auch Bernd und Jens Partner und es kamen Kinder. Und für Jens gab es wieder Angebote, die er, da er inzwischen eine Familie zu versorgen hatte, nicht ausschlagen konnte. Eines Tages erschien er bei mir, damals war ich Vorsitzender des TuS, und bat um seine Freigabe. Der Lüneburger SK wollte ihn unbedingt unter Vertrag nehmen. Mit dem Vorsitzenden habe ich mich schnell geeinigt und der TuS kassierte die höchste Ablöse, die er je für einen Spieler erhalten hat: 6000,- Mark. Ein schönes Trostpflaster dafür, dass wir unseren besten Mann verloren hatten.

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Eine echte Fußballer-Familie: Ralf, Jens, Bernd und Vater Kuddl Schwarzat

Aber Jens wollte unbedingt nach Lüneburg. Das Angebot war zu gut. Jens und seine Birgit haben sich in Lüneburg schnell gut eingelebt, haben inzwischen vier Kinder und von Zeit zu Zeit taucht die Familie in Fleestedt auf - gern gesehen immer, weil immer noch beliebt!

"Aber mir und auch den Jungs wäre alles nicht möglich gewesen, wenn meine Frau nicht immer mitgezogen hätte," machte Kuddl Schwarzat seiner Liesel ein Kompliment. "Sie schüttelt vielleicht den Kopf, wenn Du morgens um neun Uhr schon in Buchholz sein mußt, die Hallenleitung hast, dich ärgerst, weil es mehrere Hausmeister gibt und keiner zuständig ist." Sie hat auch keine Ehrennadel bekommen, wie Kuddl die der Sportjugend Niedersachsens für fast 20 Jahre als Trainer, Jugendbetreuer und Schiedsrichter. Übrigens als einziger bisher im TuS Fleestedt! Sie konnte auch nicht wie Kuddl das Goldene Sportabzeichen machen (fünfmal hat der es inzwischen geschafft). Aber sie war der ruhende Pol der Familie, die bei jedem Spiel am Höpen dabei war. Und sie, die Liesel, hat dann oft geschmunzelt: Weil Kuddl, wenn er kassiert und abgerechnet hatte, schlechter Laune war, weil das Spiel nicht lief, der Schiedsrichter eine Pfeife war und nach Niederlagen das Bier einfach nicht schmecken will.
Inzwischen sind die Besuche der Schwarzats auf dem Platz am Höpen seltener geworden. Das liegt auch darn, daß es einige Unstimmigkeiten gab im Zusammenhang mit einer Feier von Schwarzat-Tochter Angelika. Kommunikations-Probleme, aber auch die sklawischbürokratische Umsetzung eines Vorstandbeschlusses über die kosten bei privaten Feiern führten zu Verärgerungen, die immer noch nicht ausgestanden sind. Bleibt nur die Hoffnung, daß die Leistungen der Fleestedter Fußballer wieder besser werden. Dann wird Kuddl mit noch größerer Begeisterung die Plakate schreiben für die Heimspiele des TuS.


Fußball 1989: Frischer Wind mit Jürgen Marquardt

Die "Erste" hatte den Aufstieg knapp verpasst. Nach Jürgen Geschke kam mit Jürgen Marquardt ein neuer Trainer und frischer Wind. Der Neue hatte einen guten Ruf als Spieler und Trainer. Aber die Erfolge stellten sich nicht so schnell ein, wie es vor allem die Fans erhofften. "Leider mußte die Trainingsgemeinschaft einen Leistungsträger, der dem Ruf des Geldes folgte, an einen finanzkräftigeren Verein abgehen", heißt es in dem Bericht der l. und 2. Herren im Jahresheft 1989. Vor allem aber gelang es nicht eine schlagkräftige Stammformation zu bilden, verursacht durch Verletzungen und Ausfälle (Bundeswehr. Urlaub mit der Familie). Die Regelung, daß 1. und 2, Herren gemeinsam trainieren, wurde auch unter dem neuen Trainer aufrechterhalten. Die gute Kameradschaft war in der Vergangenheit eine der wichtigsten Voraussetzungen für gute Leistungen. Gut war auch in den anderen Herrenbereichen das Gemeinschaftsleben, auch wenn die 3. Herren beklagten, daß es zu wenige neue Leute gebe. Aber Trainer "Golo" Heinz Goiembiewski baute aus Spielern zwischen 18 und 49 Jahren immer wieder eine Mannschaft zusamrnen. Ausfahrten. Preisskat, aber auch eine Wanderwoche in Bayern (für den harten kern) standen auf dem Programm.
Dieter Menck, bekannter und nicht immer unumstrittener Fleestedter. vollbrachte ein kleines Wunder: Am 2. Dezember 1989. die Mauer stand noch, hatte jedoch schon große Löcher, holte er die Alt-Herren-Mannschaft von der TSG Post Luwigsfelde zu einem Freundschaftsspiel nach Fleestedt. Das Spiel endete bei eisiger Kälte 0:0. Bei der.Begegnung im Klubhaus war von Kälte natürlich nichts mehr zu spüren. übrigens: Dieter Menck hatte für dieses Spiel recht tief in seine 'Tasche gegriffen. Die Senioren hatten sich mit Hittfeld zu einer Spielgemeinschaft zusammen geschlossen. Mit Erfolg. denn mit einem 5:1 gegen den VFL Maschen holte die Truppe den Seevetal-Pokal. Bobby Polworth, der mit einem astreinen Hattrick an dem Sieg beteiligt war. machte den Anfang, als der Pott immer wieder gefüllt wurde. Der Tag (der sehr, sehr spät endete) war der schönste in der Geschichte der Senioren. Sagen jedenfalls die, die bei Spiel und Nachspiel dabei waren. Und dann hatte der TuS Fleestedt plötzlich auch eine Kneipenmannschaft. Sie nannte sich FC Felix, weil sie im "Bistro Felix" gegründet wurde. Sie hatte nur einige Jahre Bestand, aber Freundschaften, die sich dort entwickelt hatten, sollen Jahre überdauert haben. "Tür alle Mannschaften wind wir gerne bereit, neue Fußballer aufzunehmen." beklagte Obmann Walter Hagemann den fehlenden Nachwuchs. Wieder gab es Spielgemeinschaften mit Hittfeld. Die A-Jugend wurde sogar Herbstmeister, bei der C lief es nicht so gut. Line B-Jugend hatte der TuS nicht, aber B- E- und F-Mannschaften.
Die Mini-Bubis waren stolz und empört. Stolz. weil sie bereits Tore schießen konnten, empört über einen Erwachsenen. Wörtlich heißt es in dem Bericht der Kids:" Bei einem Spiel wäre unser Trainer beinahe von einem Fan der gegnerischen Mannschaft verhauen worden. Unser Trainer sollte gegen eine Regel verstoßen haben. Dabei hatte er uns doch nur zugerufen, was wir machen sollten. Na ja. irgendwann merken vielleicht auch die Großen, daß Fußball nur ein Spiel ist und Spaß machen soll."
zu loben ist immer wieder der Einsatz der Jugend-Trainer und der Betreuer. Altmeister HSV hatte der TuS-E-Jugend 23 Karten für das Volksparkstadion geschenkt. Trainer Frank Heine fuhr mit den 8 bis 10-jährigen los.
überhaupt gab es gute Kontakte mit dem HSV. Wolfgang Röhl hat dafür gesorgt, daß sie nicht einschliefen. Er hatte Kontakt mit Felix Magath. Das war der Mann, der in der Nationalmannschaft die genialen Pässe schlug und der mit seinem linken Hammer den großartigen Dino Zoff im Tore von Juventus Turin bezwang. Der HSV gewann mit diesem Tor den Europacup der Landesmeister.