„Wir wollen endlich wieder allen Mitgliedern Sport anbieten!“ Dieser Wunsch des Vereinsvorsitzenden Walter Hagemann wurde zum Leitgedanken der Generalversammlung des Vereins am Samstag im Sportzentrum Seevetal. Über 60 Mitglieder nahmen an der Versammlung des Vereins für die Jahre 2020 und 2021 teil, die im Vorjahr ausfallen und im März erneut wegen der Pandemie verschoben werden musste.

Hagemann konnte berichten, dass der Verein bisher ganz gut durch die Lockdowns gekommen ist. „Der Vereinsgedanke wird bei uns in Fleestedt gelebt. Die Menschen identifizieren sich mit unserem Verein und sind auch in dieser schwierigen Zeit im Verein geblieben“, resümierte Hagemann. Rund 100 Mitglieder hat der Verein im letzten Jahr verloren, Ende 2020 waren es aber noch rund 1600. Durch das TuS@home Online-Training, das bis zu 500 Teilnehmer je Woche hatte, sei es gelungen, den Kontakt zu den Mitgliedern zu halten. Und obwohl gerade die Fußballer besonders von den Einschränkungen betroffen waren, hat es hier besonders wenig Austritte gegeben.

Auch finanziell ist der Verein weiter gut aufgestellt, wusste Finanzvorstand Stefan Frommann zu berichten. Auch im Corona-Jahr blieb der Verein schuldenfrei.

In den Berichten der Spartenleiter kam die Freude zum Ausdruck, dass man mit dem Sport sehr bald wieder durchstarten könne. Besonders Kinder waren vom Lockdown betroffen, da Online- oder Individualtraining für sie wenig geeignet war. Und bei Senioren wird der Neustart umso schwieriger, je länger sie auch Sport und Bewegung verzichten mussten.

Große Sorge bereitet aktuell aber auch der Fußball, da die Gemeinde Seevetal pünktlich zu den Lockerungen die Sportplätze ab Anfang Juni für die jährliche Regeneration sperren will. „Unverständlich, dass die Verwaltung die Regeneration der gemeindeeigenen Plätze nicht so plant, dass zumindest ein Platz zur Verfügung steht“, bedauert Hagemann. Die bisherigen Versuche des Vereins, die Verwaltung hier zu einer Nachbesserung im Sinne der Sportler zu bewegen, wurden von dieser leider zurückgewiesen. Auch die Bemühungen, am Peperdieksberg in Hittfeld während der Platzsperren Trainingszeiten zu bekommen, war nur bedingt erfolgreich, da dieser Platz bereits vom Sportlern aus Hittfeld als Ausweichplatz genutzt wird.

Der Vorsitzende des KSB Harburg Uwe Bahnweg bedauerte in einem Grußwort, dass der Breitensport in der Pandemie sehr wenig Gehör gefunden hatte. „So toll die Online-Angebote wie vom TuS waren, eigentlich wollen wir Übungsleiter zusammen mit den Mitgliedern trainieren und nicht vor der Mattscheibe.“ Er hoffe, dass sich die aktuell anstehenden Änderungen für die Vereine auch praktikabel umsetzen lassen.

Sein Besuch in Fleestedt hatte auch einen besonderen Anlass: Er konnte Walter Hagemann die goldene Ehrennadel des Landessportbundes Niedersachsen für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement für den Sport verleihen. Im Januar 2021 leitete Walter Hagemann des TuS seit 20 Jahren als Vorsitzender und arbeitete 30 Jahre im Vorstand mit. Daneben war er fünf Jahrzehnte als Fußballobmann aktiv. „Walter ist ein Typ mit Ecken und Kanten, bei dem jeder aber immer weiß, woran man bei ihm ist“, beschrieb Bahnweg seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Walter Hagemann.

Weitere Mitglieder wurden für langjährige Mitgliedschaften im Verein geehrt: Klaus Stemmer, Klaus Bahrs und Heinz Ehrhorn für 60jährige Mitgliedschaft, Heiko Nowek, Bernd Tietgen und Horst Peters für 50 Jahre, Familie Thomsen, Birgit Schwahn und Nils Aschenbrenner für 25 Jahre im TuS. Martina Bernhard und Karl-Heinz Barth wurden für ihre langjährige Tätigkeit als Übungsleiterin im Kindersport bzw. als Fußballtrainer geehrt.

Die anstehenden Wahlen zum Vorstand brachten keine Überraschungen. Walter Hagemann wurde als 1. Vorsitzender und Stefan Frommann als Finanzvorstand für ein weiteres Jahr gewählt, Berit Rohte als 2. Vorsitzende und Ulrich Vergin als Pressewart für jeweils zwei weitere Jahre.