Der Sportbetrieb beim TuS Fleestedt wir noch immer überwiegend durch ehrenamtliches Engagement getragen. Rund 100 Übungsleiter, Trainer und Betreuer sorgen in Fleestedt dafür, dass die derzeit rund 1750 Mitglieder ihren Sport ausüben können. Allein in 350 Jungen und Mädchen spielen Fußball im TuS, der auch in der kommenden Saison mit 21 Teams die traditionell größte Jugendfußballabteilung in Seevetal unterhält. Für vorbildliche Jugendarbeit wurde die Tischtennissparte des TuS kürzlich auf dem Verbandstag des Tischtennis-Kreisverbandes Harburg mit der Werner-Mohr-Plakette ausgezeichnet. Daneben üben im TuS weit über 100 Kinder im Kindersport, Tanzen, Ballett und Kickfit.

Sorgen bereitet dem Verein der Erfolg der Jugendvolleyballer. Binnen 18 Monaten ist dieses noch junge Angebot im TuS so erfolgreich geworden, dass die Halle aus allen Nähten platzt. Geübt wird donnerstags zwischen 17 und 19 Uhr im Sportzentrum, allerdings steht den mittlerweile über 20 jungen Volleyballern lediglich ein abgetrenntes Drittel der Halle im Sportzentrum Seevetal zur Verfügung, da 2/3 der Halle zeitgleich an Drittvereine vergeben ist. „Ein echtes Problem für uns“, so TuS-Pressewart Ulrich Vergin, „da ein Drittel der Halle definitiv zu wenig Platz für die Jugendgruppe bietet“. Leider sind wir aber zeitlich eingeschränkt, da wir Trainingszeiten für Jugendliche nicht beliebig in die späteren Abendstunden verlegen können. „Ein Trainingsbeginn vor 17 Uhr ist aber auch keine Lösung, da dann die Jugendlichen wegen der ausgeweiteten Schulzeiten in den Nachmittagsstunden keine Zeit haben“, so Vergin weiter. „Letztlich können wir nur auf die Einsicht von erwachsenen Sportlern hoffen, dass diese ihre Trainingszeiten in die späteren Abendstunden verlegen.“

Im Winterhalbjahr wird sich die Situation in Fleestedt weiter zuspitzen, wenn die Fußballer ihr Training in die Hallen verlegen müssen. „Dann müssen wir 28 Fußballmannschaften Trainingszeiten im Sportzentrum und in der Halle am Osterkamp anbieten. In der ‚Primetime‘ von 17 bis 22 Uhr ist dann jede Minute in den beiden Hallen belegt.“ Durch die Halle im Sportzentrum hat sich die Reisetätigkeit der Fleestedter Fußballer in die Nachbarorte zwar vermindert, aber mehr als eine Stunde Training je Woche ist für die Mannschaften nicht drin. „Eigentlich zu wenig für ein sinnvolles Training, aber mehr geht leider nicht. Wir freuen uns jedenfalls über jede zusätzliche Trainingsminute in den Hallen,“ erläutert Vergin die Situation.

Übrigens: Anders als in den übrigen Seevetaler Hauptorten Maschen, Meckelfeld und Hittfeld gibt es von der Gemeinde Seevetal in Fleestedt kein Angebot für offene Jugendarbeit. Die gemeindeeigenen Jugendzentren, Bolzplätze, Skaterbahnen, Büchereien und Schwimmbäder befinden sich außerhalb von Fleestedt. Hier gibt es mittlerweile noch nicht einmal einen Bolzplatz. Der TuS Fleestedt wendet sich daher mit seinem Angebot bewusst an Kinder und Jugendliche, um diesen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu bieten.

FOTO (B. Stapelfeld): Schlange am Volleyballnetz