Erste Erfahrungen mit dem Training unter Corona-Bedingungen haben die Fußball-Teams des TuS Fleestedt seit Freitag gesammelt. Nachdem die Plätze in Fleestedt nach dem Wintereinbruch am Donnerstag wieder freigegeben waren, startete am Donnerstag die 1. Herren des Vereins als erstes Team nach dem Trainingskonzept unter den aktuellen Corona-Bedingungen. Seit Freitag haben auch zahlreiche Jugendmannschaften des Vereins die Möglichkeit genutzt, endlich wieder auf den Rasen zurückzukehren - wenn auch mit Abstand.

Nach den aktuellen Corona-Bedingungen in Niedersachsen ist das Training beschränkt auf Gruppen mit jeweils zwei Personen zulässig. Beim TuS wird ein Fußballplatz danach in jeweils sechs Übungsflächen von 25x25 m geteilt, in denen sich jeweils feste 2er-Gruppen während des Trainings aufhalten dürfen. Ansonsten gilt konsequent ein Mindestabstand von 2 m bzw. Maskenpflicht, so dass weitere direkte Kontakte ausgeschlossen werden. Zuschauer sind auf dem Sportgelände nicht zugelassen.

Die ersten Erfahrungen bei den Jugendteams waren sehr unterschiedlich, dabei war die Einhaltung der Hygieneregeln nicht das Problem. Vielmehr verlangt das Trainingskonzept von den Trainern deutlich mehr Vorbereitung. Trainiert werden kann Fitness, Ballarbeit und Technik, das Zusammenspiel in der Mannschaft bleibt vorerst auf der Strecke. Gerade bei jüngeren Mannschaften wie den U7-Junioren zeigte sich, dass eigentlich eine durchgehende Betreuung durch einen Trainer vom Rand es Übungsfeldes notwendig ist. Mehr als zwei Gruppen kann ein einzelner Trainer nicht betreuen, da sonst die Übungen nicht sinnvoll ausgeführt werden können.

Auch die Motivation ist in den Teams sehr unterschiedlich. Nach über drei Monaten ist für einige Fußballer das Training das erste Mal, dass man sich wieder intensiv sportlich bewegen kann. Viele haben sich beim Training auch erstmals seit Ende Oktober wiedergesehen, wenn auch mit Abstand.

Und dennoch: „Wir sind einfach froh, dass wir wieder gemeinsam auf dem Platz stehen können,“ fasst Lennart Gögel, Trainer des U16-Landesligateams des TuS, die erste Trainingseinheit zusammen. „Mit etwas Kreativität können wir den Jungs auch unter diesen Bedingungen ein abwechslungsreiches Training anbieten.“

Gleichwohl hoffen alle, dass möglichst bald in Niedersachsen auch wieder ein Training in Gruppen möglich sein wird. „Schließlich ist Kicken im Verein unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes auch zur Eindämmung der Pandemie allemal sinnvoller, als ein wildes Kicken auf Wiesen mit engem Kontakt“, ergänzt TuS-Pressewart Ulrich Vergin.