Nordplatz - Kann hier von August bis zum Herbst zumindest trainiert werden?
 

10. Juni 2017 – Auch ein Jahr nach Eröffnung des Sportzentrums Seevetal kommt in Fleestedt noch keine ungetrübte Freude über die neue Heimat des TuS auf. Insbesondere die andauernde Sperrung des Nordplatzes liegt den Sportlern schwer auf den Magen, weil damit für den Fußball nur 50 % der geplanten Kapazität am Mühlenweg zur Verfügung steht. Bisher konnte der TuS noch den alten Sportplatz am Höpen nutzen, doch seit einer Woche ist dieser für die beginnenden Bauarbeiten gesperrt. Ab kommenden Montag wird auch der Südplatz im Sportzentrum für die dringend notwendige Regeneration gesperrt, so dass sich viele fragen: „Wie geht es mit dem Trainings- und Spielbetrieb nach den Ferien weiter?“

Bis zu den beginnenden Schulferien steht zunächst nur der Platz am Osterkamp zur Verfügung. Da die Saison für die meisten Mannschaften bereits vorbei ist, lassen sich die letzten zwei Wochen mit jeweils einer Trainingseinheit pro Woche überbrücken.

 

Spannend wird es dann im August. Der TuS-Vorstand hatte hierzu in der vergangenen Woche ein Gespräch im Rathaus mit Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen. Dort scheint der Hilferuf aus Fleestedt angekommen zu sein, denn ein Spiel- und Trainingsbetrieb mit den rd. 30 Fußballmannschaften des TuS auf nur zwei Plätzen wird nicht möglich sein.

 

Die Seevetaler Verwaltung als Auftraggeber des Sportzentrums geht derzeit davon aus, dass im Herbst eine Sanierung des Nordplatzes durchgeführt werden wird, so dass dieser dann im Frühjahr 2018 abgenommen und dem TuS Fleestedt zur Verfügung gestellt werden kann. Bis zum Herbst wird die Verwaltung des TuS bei der Suche nach weiteren Spiel- und Trainingsmöglichkeiten unterstützten. Gedacht ist an eine Rückkehr an den Peperdieksberg in Hittfeld. Dort hatten bis zur Eröffnung des Sportzentrums Seevetal vor einem Jahr bereits zahlreiche Jugendmannschaften des TuS gespielt bzw. trainiert. Dort gibt es allerdings kein Flutlicht, so dass die Abendstunden ab Oktober nur eingeschränkt genutzt werden können.

 

Außerdem prüft die Verwaltung, ob der Nordplatz des Sportzentrums bis zum Beginn der Sanierung im Herbst zumindest für den Trainingsbetrieb bereitgestellt werden kann. Hierzu wird die Verwaltung noch Gespräche mit dem Hersteller führen, da eine Nutzung vor der Abnahme des Platzes von dessen Zustimmung abhängt. Bleibt zu hoffen, dass Hersteller und Verwaltung sich hier auf eine Lösung im Interesse der Sportler in Fleestedt einigen können.

 

Neben dem Thema Nordplatz gibt es noch eine Reihe weiterer Mängel und Nachbesserungswünsche am Sportzentrum. Hier vereinbarte der TuS-Vorstand mit der Verwaltung, dass diese kurzfristig zusammengefasst werden und dann abgearbeitet werden können.

 

Wichtig für den TuS ist hier, den formellen Weg über die Gemeindeverwaltung einzuhalten, auch wenn einige Mängel sicherlich „schnell durch Eigenleistung“ behoben werden könnten. Aber Eigentümer des gesamten Sportzentrums ist letztlich die Gemeinde Seevetal, die letztlich hier auch alle Entscheidungen zu treffen hat.

 

FAZIT: Nach dem Gespräch im Rathaus hat der TuS-Vorstand den Eindruck mitgenommen, dass das Sportzentrum Seevetal nunmehr „Chefsache“ im Rathaus ist. „Wir haben den Eindruck, dass die Verwaltung die Situation der Sportler in Fleestedt verstanden hat und uns mit den Problemen nicht allein lassen wird“, fassten die Teilnehmer das Gespräch zusammen. Drücken wir also die Daumen, dass die anvisierten Lösungen bis zum Trainingsstart im August umgesetzt werden können!

 

Text und Foto: U. Vergin