„Sport im TuS Fleestedt soll Spaß machen, Angst hat hier nichts zu suchen.“ Das ist das Ziel des Vereins, der zusammen mit Experten der Landessportjugend Niedersachsen an einem Schutzkonzept vor sexualisierter Gewalt arbeitet. Die Jugendtrainer Diana Menke und Jens Barck haben die Aufgabe übernommen, ein Schutzkonzept für den Verein zu erarbeiten und anschließend mit dem Vorstand umzusetzen.


„Schon bei unserem ersten Treffen mit dem Beraterteam der Landessportjugend wurde klar, dass es ein Konzept nicht aus der Schublade gibt“, erläutert Menke. Neben eindeutig strafbaren Verhalten gibt es viele Grauzonen, in denen Risiken schlummern könnten. Hier muss man sich erst einmal eine Meinung bilden, welches Verhalten man hinnehmen kann und welches nicht. Beim TuS wird daher eine Diskussion mit Übungsleitern aus allen Sparten des Vereins geführt. Das Ergebnis soll dann in einem „Kompass zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ zusammengefasst, der für Sportler und Übungsleiter, aber auch für Eltern und sonstige Besucher von Sportveranstaltungen Verhaltenshinweise gibt. „Hierin wird zum Beispiel geregelt, dass Handy und Fotoapparate in Kabinen nicht benutzt werden dürfen, damit nicht heimlich Fotos aufgenommen und verschickt werden können und natürlich ganz wichtig: Jeder darf ‚Nein‘ sagen, wenn er mit einer Situation im Training nicht einverstanden ist“, führt Menke aus.

Der Kompass soll aber nicht nur dem Schutz der Sportler dienen, vielmehr wollen wir auch unseren Übungsleitern und Trainern, die diese Aufgabe zumeist ehrenamtlich übernommen haben, eine Sicherheit für ihre Arbeit geben, erläutert Jens Barck weiter. „Niemand soll aus Angst davor, dass sein Verhalten möglicherweise falsch interpretiert wird, davon abgehalten werden, Traineraufgaben im Verein zu übernehmen.“

FOTO (U. Vergin): Jens Barck und Diana Menke arbeiten für „Sport ohne Angst“ in Fleestedt